
Die schönsten Strände auf Mallorca: Top 10, Buchten und die Wind-Regel
Foto: Tommie Hansen from Stockholm, Sweden, CC BY 2.0, via Wikimedia Commons
Inhalt
Die schönsten Strände Mallorcas verteilen sich auf rund 550 km Küste: weiße Sandstrände im Süden und Norden, kleine Felsbuchten im Osten, Kies und tiefes Wasser im Westen. Insgesamt zählt die Insel 262 Strände. Welcher der beste ist, hängt weniger vom Foto ab als vom Wind, von deiner Geduld und davon, ob Kinder dabei sind. Hier findest du unsere zehn Favoriten, die Wind-Regel und alles zu Badeflaggen und Parken.
Wo sind die schönsten Strände auf Mallorca? Der Wind entscheidet
Der Wind bestimmt, wie klar das Wasser ist und ob Quallen auftauchen. Die Regel ist einfach: Fahr an die Küste, die vom Wind abgewandt ist. Schau trotzdem immer in den Seewetterbericht des Tages.
- Wind aus Norden: Fahr in den Süden. Die Tramuntana hält den Nordwind ab, im Süden ist das Wasser am ruhigsten und klarsten. Geschützt: Es Trenc, Cala Pi, Caló des Moro, Portals Vells.
- Wind aus Süden: Fahr in den Norden. Die Buchten von Alcúdia und Pollença und die Nordküste liegen im Windschatten. Geschützt: Playa de Muro, Formentor, Cala Mesquida, Sa Calobra.
- Wind aus Osten: Such dir Buchten, die nach Westen und Südwesten ausgerichtet sind. Geschützt: Portals Vells, Sa Calobra, Cala Pi.
- Wind aus Westen: Fahr an die Ostküste, ihre Buchten liegen im Windschatten. Geschützt: Cala Agulla, Cala Varques, Caló des Moro.
Die schönsten Strände auf Mallorca: unsere Top 10
Der beste Strand ist nicht der schönste auf dem Foto, sondern der, der zu deiner Laune und deiner Geduld passt.
1. Es Trenc (Süden): weißer Sand wie in der Karibik
Fast 2,5 km Dünen und Pinien, kein einziges Hochhaus. Über Dutzende Meter reicht dir das Wasser nur bis zum Knie. Die Anfahrt ist einfach, das Parken ist kostenpflichtig, und der offizielle Parkplatz ist im August ab 11 Uhr voll. Alles zu Parken und Anfahrt: Es Trenc, der Naturstrand im Süden.
2. Caló des Moro (Südosten): die meistfotografierte Bucht
Ein Naturpool zwischen weißen Felswänden. Sehr wenig Sand, keinerlei Service, 25 Minuten Fußweg und viel Andrang. Komm um 8 Uhr und geh um 10:30 Uhr, wenn die Massen eintreffen. Zugang und Parken: Caló des Moro.
3. Playa de Muro (Norden): Sandstrand für Familien
In der Bucht von Alcúdia: warmes, klares Wasser, fast 50 Meter weit kannst du noch stehen. Der Holzsteg ist zum Fotospot geworden. Sehr leicht zu erreichen.
4. Cala Pi (Süden): ein Fjord zum Schnorcheln
Ein Fjord im Mittelmeer zwischen zwei Felswänden, mit goldenem Sand. 147 steile Stufen führen hinunter. Ein Strand für den Vormittag: Ab 16 bis 17 Uhr liegt er im Schatten. Unten gibt es eine einfache Bar, oben Restaurants.
5. Sa Calobra (Nordwesten): Kies und Canyon
Zwei in den Fels gehauene Fußgängertunnel führen zur Mündung des Torrent de Pareis, eines riesigen Canyons. Badeschuhe sind Pflicht. Du kommst über die Serpentinenstraße oder mit dem Boot hin: Sa Calobra mit Auto oder Boot.
6. Cala Varques (Osten): wild, mit Hippie-Flair
Keine Straße, keine Bebauung, keine Bar, dafür 20 bis 30 Minuten Fußweg. Ein unberührter Strand, an dem vor allem Einheimische und Kletterer liegen. Nimm Proviant mit.
7. Cala Agulla (Osten): wild, aber leicht erreichbar
Ein großer Sandstrand vor einem Pinienwald, nahe Cala Ratjada. Der Parkplatz kostet eine Tagespauschale, nimm Bargeld mit.
8. Formentor (Norden): Sand, Pinien und Luxus
Ein Sandstrand mit Pinien am Fuß des Kaps. Im Sommer ist die Zufahrt mit dem Auto beschränkt, dafür fährt ein Shuttlebus: Informier dich vor der Fahrt über die Regeln.
9. Cala Mesquida (Nordosten): Dünen und Wellen
Dünen, Sand und echte Wellen: der Strand für Weite und Wind, nördlich von Capdepera.
10. Portals Vells (Südwesten): Grotten und Yachten
Eine geschützte Bucht mit Grotten in der Felswand und vor Anker liegenden Segelbooten, am Ende der Halbinsel von Calvià.
Außerdem: Cala Sa Nau, eine Bucht im Osten, wo man von den Felsen ins Wasser springt, und Coll Baix auf der Halbinsel von Alcúdia, der am schwersten erreichbare Strand (45 Minuten auf einem Pfad an der Steilküste).
Strände auf Mallorca nach Küste
- Norden, das Reich des Sandes: Alcúdia, Pollença, Can Picafort. Mehr als 10 km durchgehender Strand, ruhiges Wasser, nachmittags Wind zum Kitesurfen.
- Osten, die Küste der Calas: Cala d’Or, Santanyí, Capdepera. Unzählige kleine Felsbuchten, im Sommer schnell voll. An der Ostküste liegt auch Cala Millor mit fast zwei Kilometern weißem Sand.
- Süden, Wasser wie auf den Malediven: Palma, Es Trenc, Colònia de Sant Jordi. Buchten und Dünen, und dank des sandigen Grunds oft das klarste Wasser.
- Westen, die Tramuntana: Sóller, Deià, Banyalbufar. Wenig Sand, dafür Kies und tiefes, kühleres Wasser, ideal zum Schnorcheln.
Weitere schöne Strände auf Mallorca
- Cala Mondragó (Südosten): zwei Sandstrände, verbunden durch einen Küstenweg, in einem seit 1992 geschützten Naturpark, mit Parkplätzen und Picknickplätzen.
- Cala Llombards (Südosten): weißer Sand zwischen Pinienwald und Felsen, Bootshütten der Fischer, kleine Treppen ins Wasser und ein natürlicher Felsbogen gleich nebenan.
- S’Amarador (Südosten): 145 m weißer Sand ohne Bebauung, Dünen und ein Teich dahinter, klares Wasser zum Schnorcheln.
- Cala Torta (Nordosten): der größte Strand von Artà, sehr wild, Wind und Wellen ausgesetzt, erreichbar über eine Schotterpiste und einen Weg durch die Dünen.
- Cala Sant Vicenç (Norden): vier kleine Buchten am Fuß der Klippen, Sand und Kies, ein kostenloser Parkplatz und zwei Strände mit Blauer Flagge 2026.
- Sa Coma (Osten): fast 900 m feiner weißer Sand, eine geschützte Halbinsel gleich nebenan und viel Angebot für Familien.
- Cala Figuera (Südosten): eine schmale Bucht tief im Fels, Fischkutter, Netze, die am Kai trocknen, und ein Wehrturm an der Spitze.
Badeflaggen, Quallen und Posidonia
Grün: Baden erlaubt. Gelb: Vorsicht wegen Wellen, Strömung oder Quallen. Rot: striktes Badeverbot. Eine orange Flagge weht manchmal, wenn kein Rettungsschwimmer im Dienst ist. Eine weiße Flagge mit violetter Qualle warnt vor Quallen. Ignorier nie eine rote Flagge: Rückströmungen („resaca“) können auch bei ruhiger See heftig sein.
Die braunen Haufen am Strand sind keine schmutzigen Algen, sondern Posidonia, eine geschützte Meerespflanze. Sie hält das Wasser auf Mallorca so klar und sauerstoffreich, und manche Gemeinden dürfen sie nicht maschinell entfernen. Du kannst bedenkenlos darüber schwimmen.
Wildes Campen am Strand ist verboten, es drohen Bußgelder bis zu 1.500 €, vor allem in Schutzgebieten wie der Tramuntana oder Es Trenc. Badeschuhe brauchst du im Westen (Deià, Sa Calobra) und in Felsbuchten, wegen der Kiesel und der Seeigel. Sie kosten rund zehn Euro.
Parken am Strand
Weiße Linie: kostenlos (selten). Blaue Linie: kostenpflichtig. Gelbe Linie: Parken verboten. An der Cala Agulla oder am Es Trenc zahlst du eine Tagespauschale von 5 bis 10 €, nimm Bargeld mit.
Die Buchten vom Boot aus
Viele Buchten siehst du am besten vom Meer aus: bei einer Bootstour, beim Schnorcheln oder im Kajak.
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Häufige Fragen
Welcher Strand ist der schönste auf Mallorca?
Caló des Moro ist der meistfotografierte, Es Trenc der berühmteste, mit weißem Sand und flachem türkisfarbenem Wasser. Ruhiger wird es in Cala Pi oder Cala Sa Nau, wenn du früh kommst.
Welcher Strand auf Mallorca ist der beste für Kinder?
Playa de Muro in der Bucht von Alcúdia: warmes, klares Wasser, fast 50 Meter weit kann man stehen, gute Infrastruktur. Meide mit Kindern Caló des Moro, der Zugang ist zu schwierig.
Wie vermeidet man volle Strände auf Mallorca?
Komm vor 9 Uhr oder nach 18 Uhr, vor allem im Juli und August. Die Parkplätze der bekannten Strände sind oft schon ab 10 oder 11 Uhr voll.
Gibt es auf Mallorca Privatstrände?
Nein. Nach dem spanischen Küstengesetz („Ley de Costas“) sind alle Strände öffentlich. Liegen und Sonnenschirme können kostenpflichtig sein, und der Weg über Land führt manchmal um Privatgrundstücke herum.
Ist FKK auf Mallorca erlaubt?
Ja, FKK ist in Spanien legal. An den Enden von Es Trenc und Muro liegen oft FKK-Bereiche, Buchten wie Cala Varques oder Coll Baix sind gemischt. Oben ohne ist überall üblich.
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