
Drachenhöhle Mallorca (Cuevas del Drach): Eintritt, Öffnungszeiten und Tipps
Foto: Javier Pérez Montes, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons
Inhalt
- Drachenhöhle Mallorca: Warum die Tropfsteinhöhle trotzdem beeindruckt
- Das Konzert auf dem Martel-See: Kitsch oder genial?
- Der große Nachteil: Abfertigung im Takt
- Drachenhöhle Mallorca: Eintritt und Tickets
- Öffnungszeiten: die besten Einlasszeiten
- Anfahrt nach Porto Cristo
- Praktische Tipps: Schuhe und Fotos
- Lohnt sich die Drachenhöhle?
- Andere Höhlen auf Mallorca: die Höhlen von Artà
- Häufige Fragen
Drachenhöhle Mallorca, auf Spanisch Cuevas del Drach: Das berühmteste Bild der Insel kennst du bestimmt von den Postkarten in jedem Souvenirladen in Palma. Beleuchtete Boote gleiten über einen schwarzen unterirdischen See, ringsum Tausende Tropfsteine.
Die Drachenhöhle in Porto Cristo ist die Touristenattraktion Nummer eins auf Mallorca, kein Reiseprospekt lässt sie aus. Die Kehrseite: Menschenmassen, Reisebusse, die Besucher scharenweise ausladen, und manchmal das unangenehme Gefühl, wie Herdenvieh durchgeschleust zu werden.
Ist die Höhle also eine überbewertete Touristenfalle oder ein Naturwunder, das 19,50 € Eintritt an der Kasse (18,50 € online) wert ist? Hier erfährst du ohne Schönfärberei, was dich hinter dem Drehkreuz erwartet, was der Eintritt kostet und wie du den Massen ausweichst.
Drachenhöhle Mallorca: Warum die Tropfsteinhöhle trotzdem beeindruckt
Fangen wir mit dem Positiven an. Sobald du die ersten Stufen hinuntergestiegen bist und sich deine Augen an das Halbdunkel gewöhnt haben, verstehst du, warum dieser Ort Kultstatus hat. Geologisch ist er außergewöhnlich.
Das ist nicht einfach ein Loch im Fels, sondern eine unterirdische Kathedrale von 1.200 Metern Länge. Die Tropfsteine stehen hier dicht an dicht: Steinvorhänge, haarfeine Nadeln und mächtige Säulen, die Millionen Jahre gebraucht haben, um den Boden zu erreichen. Die Beleuchtung hat der katalanische Ingenieur Carles Buïgas in den 1930er-Jahren entworfen, und sie ist ein Kunstwerk für sich. Sie beleuchtet nicht nur, sie modelliert den Fels mit Schatten und orangefarbenen Tönen.
Die Luft ist schwer und sehr feucht (etwa 90 bis 95 Prozent relative Luftfeuchtigkeit), die Temperatur bleibt stabil zwischen 17 und 21 Grad. Damit ist die Höhle ein guter Zufluchtsort, wenn draußen die Hitze drückt oder ein Gewitter niedergeht. Wenn du die Leute vor und hinter dir ausblenden kannst, wirkt der Zauber.

Das Konzert auf dem Martel-See: Kitsch oder genial?
Höhepunkt des Rundgangs ist der Martel-See, einer der größten unterirdischen Seen der Welt. Das Wasser ist völlig unbewegt und spiegelt das Gewölbe der Höhle perfekt.
Hier nimmst du in einem natürlichen Amphitheater am Ufer Platz. Die Lichter gehen aus, es wird stockdunkel. Dann taucht in der Ferne langsam ein Schimmer auf: Drei Boote gleiten heran, an Bord Musiker mit Cello, Cembalo und Geigen.
Hier scheiden sich die Geister. Für die einen ist es reine Poesie, für die anderen der Gipfel des Touristenkitschs, ein „unterirdisches Disneyland“. Unsere Meinung: Die Akustik ist unglaublich. Chopin oder Offenbach über den Fels hallen zu hören, erlebst du so nirgendwo sonst. Aber der Zauber ist zerbrechlich. Er hängt ganz davon ab, ob deine 500 Nachbarn still sind. Weint ein Baby oder kommentiert eine Gruppe lautstark die Vorführung, ist der Moment dahin. Das ist Glückssache.
Der große Nachteil: Abfertigung im Takt
Die Drachenhöhle ist ein Großbetrieb. Besucht wird sie in festen Zeitfenstern, und jede Gruppe kann mehrere Hundert Menschen umfassen.
Du schlenderst nicht, du läufst mit. Aufseher sorgen dafür, dass der Strom in Bewegung bleibt. Bleibst du fünf Minuten vor einer bestimmten Tropfsteinformation stehen, bildet sich ein Stau. Genau diese Fließbandabfertigung enttäuscht Naturliebhaber am meisten. Mit einer stillen Höhlenerkundung hat das wenig zu tun.
Auch die „Bootsfahrt“, die zum Ticket gehört, sorgt oft für Frust. Nach dem Konzert kannst du wählen: mit dem Boot über den See oder zu Fuß über einen Steg. Alle stürmen zu den Booten, und es entsteht eine endlose Schlange für eine Fahrt von … weniger als zwei Minuten. Unser Tipp: Lass die Bootsschlange links liegen und nimm den Fußweg. Du genießt den Blick auf den See besser, machst schönere Fotos von den leeren Booten auf dem Rückweg und bist 20 Minuten vor den anderen draußen.
Drachenhöhle Mallorca: Eintritt und Tickets
Der Eintritt kostet 19,50 € an der Kasse und 18,50 € online. Für eine vierköpfige Familie mit zwei Erwachsenen und zwei Kindern von 3 bis 12 Jahren rechnest du mit 60 € online und 64 € an der Kasse.
Kauf dein Ticket vorab online. An der Kasse vor Ort stehst du womöglich 45 Minuten in der Sonne, nur um zu hören, dass das nächste Zeitfenster ausgebucht ist. Online wählst du deine Uhrzeit, nutzt eine eigene Schlange für den direkten Einlass und kommst sicher hinein.
Öffnungszeiten: die besten Einlasszeiten
Der größte Fehler ist ein Besuch um 11 Uhr oder um 15 Uhr. Dann kommen die Ausflugsbusse aus den Hotels in Alcúdia und Palma an. Nimm unbedingt das erste Zeitfenster am Morgen (10 Uhr, vom 1. November bis 15. März 10:30 Uhr) oder das letzte des Tages (17 Uhr, im Winter 15:30 Uhr). Der Unterschied ist deutlich spürbar, du hast viel mehr Luft.
Anfahrt nach Porto Cristo
Die Drachenhöhle liegt in Porto Cristo an der Ostküste. Von Cala Millor aus bist du in einer halben Stunde mit dem Auto dort, und auch die Buslinien 401 und A42 fahren über Porto Cristo.
Verwechsle die Höhlen nicht! In Porto Cristo gibt es noch andere Höhlen, vor allem die Coves dels Hams. Sie sind auch hübsch, aber viel kleiner und im Verhältnis teurer. Achte bei der Ankunft auf den richtigen Parkplatz, die Schilder sind verwirrend. Folge den Schildern zur Drachenhöhle (Coves del Drach).
Praktische Tipps: Schuhe und Fotos
Der Boden ist feucht und rutschig. Flip-Flops sind erlaubt, aber riskant: Zieh lieber Turnschuhe an.
Fotos ohne Blitz sind beim Rundgang erlaubt, Stative und Selfiesticks dagegen verboten. Während des Konzerts darfst du weder fotografieren noch filmen.
Lohnt sich die Drachenhöhle?
Ja, wenn …
- du noch nie eine große Tropfsteinhöhle gesehen hast.
- du klassische Musik und romantische Stimmung magst.
- du zwischen zwei Strandtagen Abwechslung suchst.
Nein, wenn …
- du Menschenmengen nicht erträgst.
- du ein wissenschaftliches, lehrreiches Erlebnis suchst: Erklärungen gibt es in der Höhle praktisch keine.
- dein Budget knapp ist und du mit großer Familie reist.
Ehrlich gesagt: Trotz des Massenbetriebs siegt am Ende die Schönheit des Ortes. Die Drachenhöhle ist ein Naturdenkmal von Weltrang. In der Schlange schimpft man über die Massen, doch hinaus kommt man oft still und beeindruckt. Einmal im Leben solltest du diesen unterirdischen See gesehen haben. Einmal reicht aber auch.
Andere Höhlen auf Mallorca: die Höhlen von Artà
Suchst du eine wildere, weniger besuchte Höhle auf Mallorca, fahr mit dem Mietwagen zu den Coves d’Artà im Nordosten. Der Eingang ist grandios, direkt über dem Meer, die Säle sind riesig, und vom Massentourismus spürst du dort deutlich weniger.
Weitere Ideen für Regentage und Ausflüge findest du bei den Sehenswürdigkeiten auf Mallorca, etwa das Palma Aquarium oder den historischen Zug Roter Blitz nach Sóller.
Häufige Fragen
Was kostet der Eintritt in die Drachenhöhle?
19,50 € an der Kasse und 18,50 € online. Eine Familie mit zwei Erwachsenen und zwei Kindern von 3 bis 12 Jahren zahlt 60 € online und 64 € vor Ort.
Wann sind die besten Einlasszeiten in der Drachenhöhle?
Das erste Zeitfenster um 10 Uhr (vom 1. November bis 15. März 10:30 Uhr) oder das letzte um 17 Uhr (im Winter 15:30 Uhr). Um 11 und 15 Uhr kommen die Ausflugsbusse.
Muss man Tickets für die Drachenhöhle reservieren?
Ja, kauf sie vorher online. Du wählst deine Uhrzeit, nutzt eine eigene Schlange für den direkten Einlass und sparst dir bis zu 45 Minuten Wartezeit an der Kasse.
Darf man in der Drachenhöhle fotografieren?
Ja, beim Rundgang ohne Blitz. Stative und Selfiesticks sind verboten, und während des Konzerts auf dem Martel-See darfst du weder fotografieren noch filmen.
Wie weit ist die Drachenhöhle von Cala Millor entfernt?
Etwa eine halbe Stunde mit dem Auto. Ohne Auto erreichst du Porto Cristo mit den Buslinien 401 und A42.
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